Metherstellung



Heilung und Vergessen durch das Brauen von Met

Die notwendige Portwein-Reinzuchthefe (aus der Apotheke) sollte bereits ein paar Tage zuvor mit einem halben Liter naturtrüben Apfelsaft bei kühlen Temperaturen (unter 20°), mit einem Wattebausch verschlossen, angesetzt werden. Beim Brauen von Met ist die Faustregel, dass ein Drittel Honig auf zwei Drittel Wasser die Menge ist, die zu Alkohol umgesetzt werden kann. Wenn mehr Honig enthalten ist, bleibt etwas von der Süße erhalten. Wasser und Honig werden jetzt bei angenehmen 50° vermischt. Nach dem vollständigen Abkühlen, dies kann ein paar Stunden dauern, wird die Reinzuchthefe mit dem Apfelsaft zugesetzt, wobei ein Fläschchen flüssiger Reinhefe theoretisch für bis zu 50 Liter Met reicht (auch wenn einem das sehr viel erscheint). Die Gärbehälter mit den üblichen Siphonverschlüssen verschließen. Wer dies nicht hat, benutzt ein einfaches Kondom, welches den gleichen Zweck erfüllt (eventuell mit Bindfaden leicht sichern, so dass noch immer Luft entweichen kann). Erschlafft das Kondom, so ist die Gärung abgeschlossen. Etwa 10% des Gefäßes sollten ungefüllt bleiben, da sich die gärende Flüssigkeit ausdehnt. Unseres Erachtens kann auf ein weiteres Umschütten verzichtet werden, da so oder so ein gewisser Satz am Boden entsteht. Geschmacklich interessant ist beispielsweise die Zugabe von Mädesüß, wobei der persönlichen Kreativität von geschmacklichen Variationen keine Grenzen gesetzt sind (Nelken, Ingwerpulver, Anis etc.). Auch der Versuch 12 Litern Met 1,5 gut gehäufte Teelöffel Chaigewürze beizufügen, hat sich als gut erwiesen. Persönlich haben wir den Met bisher immer um Lughnasad herum angesetzt, um ihn dann spätestens zum Yule-Fest genießen zu können. Zur Gärung gelagert wird er bei Zimmertemperatur, also weder in der Sonne noch im kühlen Keller. Wenn man den Met später in Flaschen umfüllen will, sollte man die Klärung abwarten. Erst dann ist die Gärung zur Gänze abgeschlossen. Wer will, kann nun die Flüssigkeit nochmals auf über 50° erhitzen, also pasteurisieren. Die Lagerfähigkeit ist aber auch so schon gut.


Die Qualitäten des Mets liegen in seinem praktischen Einsatz bei Festen, gesundheitsförderndem Rausch und der Selbstgenügsamkeit. Bei seiner Herstellung können wir kreativ sein und mit eigenen Geschmacksrichtungen aufwarten.

 

P.S.: Lass mir gerne eine kleine Probe deines Erzeugnisses zukommen!