DRUIDENTUM



Die Bedeutung des Begriffes "Druide" hat wohl weniger als oftmals angenommen mit "Eiche" (griechisch: drys) zu tun, sondern bedeutet vielmehr "besonders weit Sehender" oder "besonders viel Wissender" (druwids), ein Gesetzeshüter. dru bedeutet in rekonstruierter keltischer Sprache entweder "Eiche" oder auch "dicht, kräftig, viel", also ein Bestärkungswort. -wids oder -weids indoeuropäischen Ursprungs und bedeutet soviel wie: "Ich erblickte/erkannte."


Druide ist, wer das Lebensrad begriffen und durchschritten hat sowie in dessen Zentrum die oberste Bewusstseinsebene der Einheit mit allem Sein erkannt und zumindest spirituell sowie mental erlangt hat. Damit akzeptiert er seine 100%ige Schöpferkraft und entschließt sich zugleich, dieses Wissen weiterzureichen. Er weiß um seine druidische Herkunft, wurde von den Göttern bestimmt und von seinem/r Druidenvater/mutter hierzu ernannt.

Hinsichtlich des neuirischen Wortes draoi für Druiden glauben wir, dass sich dieses zudem auf eine gemeinsame Wortwurzeln mit dragon oder draco zurückführen lässt und so an die Verbundenheit von Druiden und Drachen erinnert.


Zum Druidentum wird neben dem Lebensradwissen ferner Kalender-, Naturgötter-, Runen- und Oghamkunde gerechnet. Außerdem: planetarische Sphären, Druidengesetz, Alleinheit, Ritualführung, Siebenjahresschritte, Übergangszeremonien usw.

Der Druide verkörpert den Archetypus eines Magiers oder Weisen. Die Welt in all ihren Facetten, vom heiligen Zentrum (Nemeton) bis in die Extreme der Himmelsrichtungen sowie die unteren und oberen Welten, wurde schamanisch bereist und ist ihm entsprechend bekannt. Die Götter und Bezugssysteme, mit denen ein Druide arbeitet, sind ihm freigestellt. So wird er im Laufe der Zeit vom Schüler zu einem Meister, der seine eigene Matrix formt!


Charakterisierung Druide/Druidin

Die drei Stufen eines Druiden laut DRACO-Matrix sind der altes Wissen Bewahrende, der den Kreis Hütende und das Tor zur Erleuchtung. Druiden binden und lösen, lehren und schlichten. Sie geben Orientierung, Halt und Würde.


Drei druidische Vorteile gegenüber dem Schamanentum

1. Die Vertrautheit mit den Naturgottheiten und Runen und damit ein verstärkt mythologisches Verständnis

2. Größere Ritualerfahrung kraft Amtes inklusive der offiziellen Befugnis zu schlichten, binden und zu lösen

3. Die Befähigung zur Ausübung von Magie in all ihren Formen


Historisch gesehen arbeiteten Druiden u.a. als Philosophen, Astrologen, Rechtsgelehrte, Königsberater, Priester, Magier, Heiler und Vieles mehr.


Als die sieben druidischen Gaben gelten:

1. Die Gabe der Philosophie (z.B. die Heiligkeit allen Lebens)

2. Die Gabe der Naturverbundenheit (z.B. die Jahreszeitenfeste)

3. Die Gabe kreativer Selbstentwicklung (aus dem Bardischen kommend)

4. Die Gabe der Heilung (aus dem Schamanischen kommend)

5. Die Gabe der Bewusstseinserweiterung ("Zustand der Kraft")

6. Die Gabe des Lebens als Reise (Übergangsriten)

7. Die Gabe der Magie (Wirklichkeitsgestaltung)